Archiv

Archiv für April, 2009

Road to Las Vegas and WSOP 2010

22. April 2009

Welcher Pokerspiele träumt nicht einmal davon beim größten Pokerevent der Welt dabei zu sein – vermutlich jeder! Ich gehöre zu jenen, die dieses Vergnügen schon hatten. 2008 konnte ich mich gemeinsam mit Martin Ohde, Patrick Hirtzer, Emad Easa und 6 anderen bei einem 80€ unlt. Rebuy in der Pokerworld qualifizieren. Worca und ich gewannen jeweils ein Package im Wert von 6500$ (Sideevent, Flug, Hotel + Taschengeld).

shield_at_the_entry_of_the_american_city_las_vegas1

las_vegas_bei_nacht

Dieses Jahr sieht es nicht so gut aus. Den einzigen vernünftigen Live-Qualifier im deutschsprachigen Raum gibt es bei der Mermaid-Challenge in Dortmund (gesamter Finaltisch wird zur WSOP geschickt, bei 600 Teilnehmern sogar die ersten 20), in Österreich veranstaltet einzig das Montesino das ein oder andere Event, jedoch leider keines bei dem die Top10 ein Package gewinnen sondern eben nur der Gewinner oder die ersten zwei bis drei des jeweiligen Events. Schade, das Angebot is leider sehr bescheiden!

Worca ist heuer einen anderen Weg gegangen und hat es wieder geschafft. Online Step Jumper MTT gewonnen und er ist für WSOP Event 54 qualifiziert – Packagewert geringer als letztes Jahr aber mit etwa 3700$ immerhin recht ansehlich – er ist jedenfalls wieder dabei – Respekt!

Ich werde vermutlich noch versuchen das ein oder andere Event im Montesino zu spielen, sehe aber aufgrund der extrem kopflastigen Struktur kaum Chancen auf eine Qualifikation. Darum lautet mein Backup Plan WSOP 2010 – die Poker Dynamites sollten doch jedes Jahr einen Spieler bei den Weltmeisterschaften dabei haben. Nächstes Jahr bin ich wieder dran und die WSOP 2010 scheint ein vernünftiges Ziel zu sein.

Also Erarbeiten wir in Folge eine Strategie, die uns dieses Ziel verwirklichen lässt.

Absteckung der Rahmenbedingungen und Erwartungen

WSOP 2010, 1-2 Sideevents zu je1500$

2-3 Deepstackturniere im Venetian oder Caesars, in Summe 1000$-1500$

5 Stacks “High Society” 2500$

2 Wochen Hotel + Flug 2000$

Taschengeld 2000$

Macht in Summe: 9000-11000$ :o WOW!

Um Las Vegas wirklich geniessen zu können benötige ich also 9000$+, natürlich funktioniert es auch mit weniger Kapital, nur falls ich ein zweites mal nach Vegas komme sollte ich mir auch wirklich alles leisten, was ich mir leisten möchte. Aus diesem Grund würde ich sogar entweder Taschengeld oder Flug/Hotel aus eigener Tasche bezahlen wodurch ich etwa 7000$+ in 13 Monaten auftreiben muesste.

Einstellung

Poker ist ein Hobby, Hobbies kosten in der Regel Geld, das kann auch beim Poker so sein, allerdings ist Poker etwas anders, man kann mit diesem Hobby auch Geld verdienen, sogar viel Geld, etwa einen Urlaub in Las Vegas. Sollte ich meine Bankroll bis Mai 2010 derart boosten können, dass diese 7000$ nur einem Drittel meiner BR entsprechen, dann leiste ich mir die WSOP 2010. Poker ist mein Hobby, ich verdiene damit Geld und investiere einen Teil davon in den Traum jedes Pokerspielers: Poker und WSOP in Las Vegas – der Plan gefällt mir – sogar sehr gut.

Bankroll-Boost

Der Plan ist also ausgehend ab heute die 5k Online Bankroll innerhalb eines Jahres auf 20k zu pushen. Livegewinne sollen nicht eingehen, dienen aber eventuell der Deckung der Reisekosten. Von den 15k Gewinn, die ich erzielen muss,  verbleiben 8k als Bankroll (also vebleibende Bankroll 13k) und 7k dienen der Realisierung des WSOP2010 Traums.

Da ich Live eigentlich nur Turniere und Online vorzugsweise CG spiele ist auch die benötigte Winrate so vernünftiger zu kalkulieren. Mit einem grossen Live-Gewinn kann der Traum natürlich leichter realisiert werden, angewiesen sollte ich darauf aber nicht sein.

Spielform: CG NL100 Multitabling, geplant sind je Monat 20k Hände (~40-50 Stunden). 20k Hände NL100 entsprechen auf der gewählten Plattform dem Abspielen eines 500$ Bonus, dazu kommt noch ein monatlicher Rakeback in der Höhe von etwa 175$, wodurch ich je Monat (solange Boni vorhanden) 675$ gewinne, wenn ich nur Breakeven spiele. Um mein Ziel von 15k Gewinn zu erreichen muss ich etwa 1,3 k$ je Monat gewinnen. Die Nettowinrate ist allerdings relativ gering mit 625$/Monat oder 3.1BB/100 (3.1$/100).

Das NL200 Problem

Theoretisch kann ich nach knapp einem halben Jahr im Plansoll einen Limitaufstieg auf NL200 in Betracht ziehen. Allerdings bringt dieser einiges an Risiko mit sich – NL200 ist Erfahrungsberichten zufolge online das am schwersten zu schlagende Limit bzw. jenes wo es die meisten Rückschläge/Limitabstiege oder Brokes gibt, ab NL400 ist es dann wieder leichter sich zu etablieren. Der Vorteil wäre sicher, dass man weniger Hände spielen muss oder auch nur eine geringere Winrate benötigt. Zumal wären hier auch die 1000$ Boni, welche man innerhalb eines Monats clearen muss, schaffbar. Sollte ich im Herbst so weit sein werde ich sicher die ein oder andere Session auf NL200 testen und je nach Zurechtkommen dann Entscheiden auf welchem Limit ich die Challenge fertig spiele.

Im Frühjahr 2010 werde ich vermutlich auch versuchen mir über Live oder Online Qualifier ein Package zu sichern. Bis zu 1k$ werde ich in Summe dafür investieren (je nach Bewerb und realistischer Chance auf ein Package).

Ab Mai starte ich voraussichtlich diese Challenge mit Ziel WSOP 2010, bis dahin nehme ich mir noch Bedenkzeit, ob das ganze Sinn macht. Die Leser können sich gerne anhängen bzw. Kommentare abgeben und mich beraten. Ich werde jedenfalls im Falle dass ich mich dafür entscheide monatliche Updates liefern.

PushAny2 Experience & Report , , , ,

Spät aber doch

21. April 2009

moin moin

lange hat es gedauert aber jetzt gibts endlich mal ein update bzgl. der challenge… ich werde mich eher weniger mit händen und der gleichen beschäftigen, sondern eher was die challenge so alles mit sich bringt…

zur erinnerung… ich spiele 2,5 + 0,25 HU-SnGs auf Everest… um den abnormalen rake von 10% (normal sinds 5% im Turbo-HU) zu schlagen muss ich also von 100 SnGs 55 gewinnen um breakeven zusein… also eine winrate von 55%..  soviel zur theorie…  ich begann also langsam immer 4 SnGs zu starten… wird eines beendet wird sofort das nächste geöffnet.. 20 sngs später standen 13 siege nur 7 niederlagen gegenüber.. rake schlage ich also.. das spiel war vernünftig… ich war positiv in die challenge gestartet und beendete somit voller optimismus und zufriedenheit tag 1…

tag 2 gestartet.. immer noch zufrieden… meine stimmung war gut… 4 tische gestartet… gewinne den ersten tisch souverän… freu mich wie grottig die spieler nicht sind… bei den anderen 3 tischen auch gut dabei, bis ich fest stellen musste, dass gleichzeitig auf allen tischen auf einmal das bild steht… ich befürchte nichts schlimmeres… restarte Everestpoker… und da war es schon… “Connection Lost…” tiltfest war ich nie das muss ich zugeben… und ich war es auch dieses mal nicht… 3 HU verlieren wo ich nix dafür kann… naja egal… war noch immer halbwegs gut bei laune.. dachte ich zumindest, denn innerlich kochte ich… egal…

connection konnte später wieder hergestellt werden und wie erwartet verlor ich die anderen 3 SnGs… egal… 4 neue mussten her… diese gestartet ging es gut los… keine ständigen allin ballerer… keine die mich zuspamen im chat.. alles chillig.. noch… ich gewann 2 und verlor 2 aufgrund sagenhafter calls und viel sagenhafteren turns und rivers… mit tiltfaktor 50 klatsche ich die mouse auf… fehler #1… starte 4 weitere turniere (fehler #2) um in 2 davon mit der ersten hand aus zuscheiden… KK vs AA (ole) und TT vs A3 (OLE)… natürlich starte ich weitere turniere (fehler #3)… MUSS (fehler #4) ja immer 4 spielen… und da war er schon.. passend zu meiner stimmung der erste allin-troll der jede hand egal was passiert allin stellt.. ich warte auf eine passende hand.. in dem fall AT um dann gegen 49 aus zuscheiden… STIMMUNG… Tiltfaktor 100… natürlich mache ich weiter tische auf.. nun aber gleich 6 weil mehr tische ist ja besser um verluste rein zuspielen (fehler #kA)… natürlich kommt der nächste tolle beat… am flop von 367 gehe ich mit 67 allin.. K7 zahlt… T am turn und T am river erledigen das ganze… tiltfaktor 200.. mouse wandert ein 2. mal gegen den tisch und bricht… ich kann nicht mehr clicken… ersatzmaus (funk) angesteckt… batterien alle und keine frischen in der nähe… tiltfaktor 1000… mouse gegen den boden… kaputt… ich verliere die letzten SnGs kampflos… Bilanz Tag 2: 5-14.. eine neue mouse musste her… die pause war mir sehr willkommen, da ich in dem moment nicht wusste, ob die challenge überhaupt sinn macht, wenn man gegen vollaffen spielt, chello war schuld, gegner schuld, karten schuld.. nur ich nicht…

die pause hielt nicht lange da bereit der nächste tag vor der tür stand… samstag 11. april… großkampftag war angesagt… ich überdachte die situation… tilten ist nicht gut (no na)… ne kaputte mouse fördert nicht gerade die bankroll.. also musste eine neue strategie her… gemütliche musik anwerfen.. skype abdrehn… msn abdrehn… nicht ablenken lassen und aufs HU konzentrieren… so sollte mein neuer fahrplan aussehen… der tag verlief gut… ich konnte meine gefühle halbwegs unter kontrolle halten… es gab wieder einige suckouts.. allerdings beendete ich die session sofort, wenn ich nicht gut drauf war und setzte sie halt ne stunde später wieder fort… bilanz: 29-18… ich war mit meiner neuen marschroute zufrieden.. war motiviert, das limit und den rake doch zuschlagen…

Tag 4 verlief circa so wie Tag 2… viele viele suckouts… ich begang die selben fehler… wieder getiltet… wieder weiter gespielt… wieder mouse kaputt… es grenzte an ein wunder dass mich nicht bereits irgendwelche mouseteile erschlugen.. einen blick auf die stastik verriert mir allerdings etwas – für mich – doch sehr überraschendes.. es wurden bereits mehr als 120 SnGs gespielt… auf die ersten 100 SnGs kamen 54 Siege und 46 Niederlagen… in Cash also  -5,00$… gar nicht so schlecht dachte ich mir, wo ich doch diverse ausrutscher und tonnen an fehlern hatte….trotzdem entschloss ich mich für eine kurze pause… es hiess nachdenken… die sessions noch einmal durch gehen und fehler im spiel suchen… zum beispiel erwischte ich mich 2 mal mit 99 ein allin am river zu zahlen, obwohl 3 overcards lagen… nice play… natürlich 2 mal verloren… gestärkt durch mein neues wissen konnte es also weiter gehen…

Tag 5 ist da… PoD RAZZ Championships… ich beschloss im lokal vorbei zusehen, hatte aber nicht vor beim RAZZ mit zudonken, sondern wollte HU auf dem vereinsrechner spielen.. gesagt getan… die stimmung war gut.. die RAZZ-Spieler hatten merklich ne menge spaß… von der guten laune ließ ich mich ebenfalls anstecken und startete meine session… es lief wie am schnürchen und fast schon von selbst… einen tisch nach dem anderen gewonnen… kassierte einen beat, war zwar ganz kurz sauer, dachte mir aber dann  “scheiss drauf… passiert…”.. also keine spur von tilt oder sonst was… erste session beendet mit ner 12-4 statistik… ich machte eine pause und sah bisschen beim RAZZ zu… bissal plaudern… nen radler trinken.. das übliche halt.. und so gestaltete ich meinen abend… paar SnGs raus klopfen… pause… usw.. am ende hatte ich eine bilanz von 25-11.. ich war sehr zufrieden und sah zum ersten mal, wie es rennt, wenn ich mal treffe, nicht tilte und weiter mein poker spiele… just amazing… so motiviert und optimistisch die challenge zu zertrümmern war ich noch nie…

Samstag 18.4… ich war zu allem bereit… das limit zerlegen… die gegner zerreissen… die 200 SnGs knacken… einfach zu allem… also startete ich die session… ich fühlte mich richtig gut… sowohl im kopf, als auch körperlich… ich habe auch angefangen mittlerweile die tablestats mit ein zubeziehen damit ich sehe, ob der andere eher passiv oder aggressiv ist… ich bemerkte, dass sich mein HU-Skill langsam improved… den tag beendete ich ebenfalls positiv… 21-12 und die 200 SnGs waren gespielt… dank der letzten beiden Tage konnte ich mich wieder ins Plus spielen… nach 200 SnGs sehen die Facts nun so aus: 115 erste und 85 zweite Plätze… somit habe ich ein Plus von ganzen 25,00 !!!… OLE…

Mein weiterer Fahrplan wird nun wie folgt aussehen… nicht mehr tilten und mein spiel weiter verbessern… ich bin mir sicher das Limit zuschlagen… das nächste Limit ist 5+0,25.. hier halbiert sich also der Rake auf eine normale höhe… das heißt bei einem Plus von 162,50 werde ich auf das nächste Level aufsteigen…

 

Greez SkY

ps.: wer fehler findet darf sie behalten
pps.: ich hoffe der blog ist halbwegs lesbar… wenn nicht dann pls in die comments rein =)

Da_SkY Experience & Report , ,

PoD Blog geht Online!

12. April 2009

Der Weblog der Poker Dynamites ist ab sofort Online! Wir sind nach wie vor auf der Suche nach Interessenten die gerne bloggen möchten. Einfach Anmelden und Email an redakteur@pokerdynamites.net.

Viel Spass mit den Artikeln und den Stories wünscht das PoD Blog Team!

PushAny2 News

An jedem verdammten Samstag …

10. April 2009

… der Wecker läutet, und das an einem Samstag – dem türkisen Krachmacher reicht es anscheinend nicht, mich wochentags zu quälen. Was war denn heute schon wieder – achja – Landesliga, erstmals, der WPSV vor seiner ersten Veranstaltung – ein Crapshotnachmittag vom Feinsten steht vor der Tür…

… Kopfschmerzen und Durst, da war doch etwas – achja – lange Diskussionen über die perfekte Strategie für Online Blackjack Bonus Horing und eine Menge selbstgebrannter Schnaps aus dem hause Haberfehlner – jedenfalls geh ich mit dem Gefühl bald reich zu sein in die Küche um mir Thomapyrin Nummer 1 einzuwerfen, auf dem Weg dorthin noch schnell den Rechner angeworfen und – verdammt die Thomapyrin sind aus,  schon wieder …

… Durst löschen, Duschen, ein fleischiges Frühstück …

… es ist 11:30 und ich muss mit Bedauern feststellen, dass sich die Mannschaftskollegen schon ohne mich zum Mittagessen verabredet haben. Mir will nach wie vor nicht in den Kopf wie diese Blackjack-Casinos bei diesen Boni +EV sein können. Da ist es doch kinderleicht in einer Woche 10k$ abzustauben, nunja, vielleicht bin ich doch noch nicht ganz auf der Höhe und ich übersehe etwas …

… ich parke mein Auto kurz nach 12h in Montesinonähe. Zwei vom Pokerclubshowdown parken auch gerade ein, allerdings im Halteverbot – ah doch nicht – sie parken wieder aus. Wer sitzt denn da vorne? Scheint der ehemalige Hattrick-Spieler mit dem Hund namens Feanor zu sein und der Papa Schlumpf mit einem Kebab – Mahlzeit sag ich und marschiere Richtung Pokerlounge …

… tote Hose im Montesino, gerade mal die beiden Präsi des WPSV anwesend – also schau ich mal zum Cashgamebereich – nur 1 Tisch, also zu so einer mageren Zeit war ich auch noch nicht hier, allerdings ein netter wenn auch fürs Montesino atypischer Tisch – nur 2 Shortstacks, einer mit 200€ , 3 Leute mit Doubestack und 3 mit knappen 1000€ – also ein lukrativer deeper Tisch – und wie sich die alle noch um mich bemühen, schön :)   Nach fünf beobacheten Händen und einer Menge Bitten der Spieler bin ich knapp davor 200€ auszupacken und mich an die freie (und scheinbar beste Position am Tisch) zu setzen, aber da kommt grad Vienna Calling anmarschiert. Nochmal davongekommen – ein Kaffee in der Sportbar und ein bisserl Smalltalk steht auf dem Programm. Nebenbei komme ich nach wie vor nicht drauf wo der Haken beim Blackjack liegt…

… es ist knapp vor 13h und die Teamkameraden kommen anmarschiert – der Beef schaut aus – so kann man sich doch ned unter Leut trauen – hat der schon wieder zugenommen? Egal, bin ich wenigstens nicht der einzige! Oh, wer kommt denn da breiten Schrittes daher – schaut aus wie der Larry, scheint aber noch nicht ganz er selbst zu sein, der steht ja ordentlich neben sich  – anscheinend bin ich doch nicht der mit dem höchsten Spiegel bei der gleich startenden Runde …

… Vorrunden SNG, 3000 Chips, 15(!) Minuten Blindlevel, wir starten mit 25-50, 60BB Crapper der Extraklasse – 3. Hand flopped Straight vs. gerivertes Full House und noch einer der meinte bis zum River mitspielen zu muessen (vermutlich der mögliche Flushdraw, nun ja -  Odds gut und schön am Flop, aber am Turn muss der doch weghauen). Die Sarah tripled also beinahe auf und Members77 sitzt mit 150 an Reststack da. Nunja, kurz später trotzdem ein Quadrupel Up, was mich auch ein paar Chips kostet. Die Karten wollen heute aber gar nicht, 2 Limpcalls Preflop das war Level 1 – naja nicht ganz – bei einem 400% Instantbonus bekommt man für 500$ genau 2000$ Bonus dazu, hält also bei einer BR von 2500$, welche man im Normalfall 16x einsetzen muss um den Bonus zu clearen, ergo Wager 40.000$, bei 20$ Einsatz je Hand heisst dies – hey, blindraise ist anonnciert, ich halte Q8s in Hearts in MP2 und Raise die letzte Hand im ersten Level  auf 150 – hab mich bisher eh zurückgehalten – Instacall von Marcel hinter mir bevor der BB auf 350 reraist – verdammt hätt ich mir das doch gespart – Call – Call und wir sehen einen Flop KQ8 mit 2 Clubs. Nice Flop, der Preflop Aggressor bettet 400 und ich Reraise stolz auf 1200 (bei 900 behind). Schon höre ich hinter mir das All-In und ich frage mich nochmal wieso ich diese Hand gespielt habe. Kein Queens und keine Kings, 88 wäre bitter weil ich ja selbst auch eine halte und als einzige Hand, die ich fürchten muss bleibt KQ – aber, der Push kam sofort ohne zu überlegen wieviel Chips ich noch behind habe – doch nur ein Flushdraw, vermutlich Nutflushdraw oder ev. sogar mit extra Gutshot? Irgendwie komm ich  aus dieser Hand eh nicht mehr raus, ausserdem bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher eher gegen einen Draw als gegen das einzig bessere Twopair zu spielen. Ich calle und PCS deckt QJs in Clubs auf? Nicht mal Nutflushdraw, dafür auch jeder J und K als Out – mit denen Villain aber nicht unbedingt hat rechnen können, ich reraise doch nicht den Preflopaggressor mit Toppair allein. Nach einer Club am Turn und nicht mal dem 4. Lied kann ich meinen iPod schon wieder abdrehen und verlasse ohne lucky River als erster den Tisch …

… ungewohnt ist dieses Zuschauen, so früh scheide ich selten aus, vor allem nicht in Teambewerben. Nachdem ich mein Leid allen Bekannten geklagt habe – eigentlich eine komische Angewohnheit der Pokerspieler, aber ich kenne wenige (oder überhaupt keinen) die nie klagen – gönne ich mir eine Frittatensuppe. Wenigstens schlagen sich Riggs und Beef besser und wir sind im Mittelfeld und starten mit 5100 Chips ins 18er MTT. Die Vereinskollegen rund um Rauschkugel Liwa gehen als Chipleader ins Turnier.

… was für ein netter Tisch (Oberluggi, Nahlik, Wohlers, Ossi, Julie, Marcel, 72raise, ich, Members77) – Sorgen bereitet mir der Südtiroler der zwei Plätze hinter mir sitzt, aber sonst schaut der Tisch ja spielbar aus. 3-4 Level jede Menge Action und ich sitze da und folde. Einzig den American Airline Obmann nehme ich vom Tisch, da er meint mein Stop&Go AllIn, bei dem ich Set Zehner hitte zahlen zu müssen. Nunja zu seiner Verteidigung, auf einem Flop AJT hält er AK und ist aktuell der Shortstack am Tisch, er muss callen. Ansonsten spiele ich nicht viel – ich folde und folde – so kenn ich mich gar nicht, aber das spielen macht so keinen Spass – ergo Wager 40.000$, bei 20$ Einsatz je Hand heisst dies dass man lediglich 2000 Hände spielen muss. Hält man sich an das BlackJack-Chart so ist je nach Variante die Gewinnwahrscheinlichkeit zwischen 49.2% und 49.5% , für alle 20$ die ich setze habe ich ein Expected Value von 19.8$ – was für 2000 Hände also 39600$ bei 40000$ bedeuten würde – Fold, Fold, Fold – also nur 400$ Verlust. Demnach würden vom Bonus 1600$ übrigbleiben bis man auscashen darf, jedenfalls ein netter Gewinn und bei etwa 300 Händen je Stunde ein Stundenlohn von 288$ – Mittlerweile haben Nahlik, Wohlers, und der Oskar den Tisch verlassen. Der Larry ist auch schon draussen am Paralleltisch – doch etwas zuviel Alkohol – ich kann auch nicht ruhig sitzen und vor allem nicht ruhig spielen wenn da noch die Promille rumschwirren, aber heute gehts mir einigermassen gut. Tischanalyse: Oberhollenzer (EPCV) wie immer – Positionplay/Reads; Julie – viele Chips durch Monster; Marcel – Berg- und Talfahrt, aber nichts aufregendes, etwas zu aggressiv mit marginalen Händen; 72Raise – runtergeblindet vom Chiplead auf 3BB; Members77 – tight bis zum geht nicht mehr aber der musste eh gerade den Tisch wechseln. Mittlerweile is Beef als 9. ausgeschieden, irgendein Airline hat angeblich gerade den Lauf seines Lebens. Auch der Riggs spielt schon Final Table, wir sind allerdings immer noch zu 11.  Mittlerweile nutze ich mein Image aus und baue meine Stack auf etwa 13k aus, egal ob ich 45o, 97s oder AA raise, niemand will mit mir spielen.  Letztendlich verliert eine zukünftige Dynamite eines ihrer Monster und wir kommen kurz danach an den Finaltisch…

… Final Table – Berger (High Stakes) short, Biligi (PCS) etwa wie ich, ich, Dodo (PCS) Chipleader mit knappen 20k, 72raise (4BB), Mair (BMH) 7k, Member77 (7k), Andi O. (EPCV) 10k. Nur acht Leute – anscheinend hat sich ein Spieler parallel zu Julie auch am Nebentisch verabschiedet.  Kurze Analyse – ich spielte mit 4 Spielern am Tisch, die mich als tight einstufen würden, hinter mir ein Spieler, der gegen mich nur dann spielt wenn er tatsächlich sehr stark ist, selbst als Chipleader. Der Dealer gibt die Karten, ich lege einen höheren Gang ein und zolle dem Tisch ein wenig Respekt indem ich mich hinter Sonnenbrille und Kapuzze verstecke (erstmals heute) – möglicherweise will ich auch nur cool wirken, ich kann mich aber zu dem Zeitpunkt nicht für eines der beiden entscheiden :D – dazu läuft Billy Talent – ich bin bereit …

… der Vienna Calling Online Semipro an Beefs Ex-Tisch ist auch schon weg, ohne Zwilling spielt es sich anscheinend doch nicht so easy …

… keine 5 Minuten vergehen und der Tisch ist High Stakes frei, nun passiert das Schlimmste – Dealerwechsel – der Zia, auweh, das ist noch nie gut gegangen. Dynamites Pech haftet an seinen Fingern, nicht so schlimm wie beim Agry, aber schlimm genug. Ich spiele ein paar Hände in Position und kann meinen Stack auf etwas über 15k ausbauen ohne viel zu riskieren. Wir haben Blinds von 400-800 und Ante 100 als sich folgende Hand zuträgt. Der BMH-Mair raist auf 2k aus UTG, ich sitze am Button und halte AKo. Ich lasse den Reststack  des Openraisers  zählen, der Zia soll schliesslich was arbeiten für sein Geld, es sind 5k5. Wenn ich shove bekommt er falls er dominiert ist Pot Odds von 5.5:11.4 – also etwa 1:2. Ein dominierter Call ist -EV und ich gebe mir doch FE für den Fall dass er ein schwächeres As hält (zumindest ab AT und darunter, AJ und AQ sind vermutlich zu gut um zu folden, allerdings wäre da wohl ein Openshove vernünftiger gewesen) oder zumindest einen Flip (KK und AA wird er wohl nicht gerade halten). Ich shove und die Blinds folden. Ich bekomme nach 2 Minuten überlegen den Call von A9o! Passt, 70-30 Fav, aber der Zia …..  es kommt wie es kommen muss, die 9 als erste Karte am Flop und BMH doppelt mit einem -EV-Call auf. Schade – jetzt sitz ich da mit nur mehr halben Stack und folde bis ich im BB sitze. So macht Pokern keinen Spass und ich prophezeie dem Marcel im  Small Blind ein Blindes All-In, sollte er meine Big Blind First In attackieren. Alle folden zu ihm und er completed, worauf ich ebenfalls blind shove. Er callt mit K6o und ich dopple mit T7 auf und das obwohl der Zia gedealt hat – ausgleichende Gerechtigkeit für das Aus im Vorrunden-SNG und zurück auf 14k Stack! 1 Hand später geht 72Raise mit seinem verbliebenen Big Blind aus erster Position All-in, ich complete aus dem SB und der Dodo checkt obwohl mir scheint, dass er gerne geraist hatte. Die CheckItDown Strategie bis zum River beschert mir einen netten Gewinn mit einem gehitteten 5er gegen QJ und AK. Mein Stack beträgt nun knappe 17k.

Nach einem Orbit befinde ich mich erneut im BB – bei 500/1000/100 raist der Andi am Button auf 2k5 – Standardmove, ich halte ATs und calle nur , obwohl ich einen Repush in Erwägung ziehe. Der Flop bring 443 – eine Donkbet scheint angebracht, 3k5 eine vernünftige Höhe. Es passiert der Worstcase – ein AI Reraise. Jetzt kommt doch die Analyse, die ich mir mit dem Call vorm Flop ersparen wollte: Pair, Ax oder nur irgendwelche 2 Overcards – Mist – ich frage den Andi ob er AK schlägt, er wirkt unsicher nachdem er versucht mich mit einer Gegenfrage einzulullen und ich ihm versichere dass ich AK schlage – ich werde wohl callen – ein Call den niemand verstehen wird, sollte ich hinten liegen, aber ich werde wohl callen – 3k5 Donkbet, wie mies ist denn dieser Spielzug bitte? 6k in den Pot investiert, ein AI Reraise drückt jede Overcardkombination raus, war ja fast klar, dass der Push mit Any2 kommt, PushAny2 – hätt ich mir das doch nur vor dem Flop zu Herzen genommen, Mist – ich werde wohl trotzdem callen, weil genau das der einzig sinnvolle Move des Preflopaggressors auf diesem Flop bei einer Donkbet ist, denn hätte ich ein Paar würde Andi davon ausgehen dass ich vermutlich Sandbagging betreiben würde (ausser ich würde noch eine Stufe höher denken – in dieser Hand ausgeschlossen, weil da hab ich ehrlich gesagt zu wenig nachgedacht, ausser ich hätte ev. doch ein Paar gehalten …), ich hätte mir vor der Donkbet mehr Zeit lassen sollen! Egal, ich werde wohl callen, er wirkt schwach, aber was wenn er ein besseres As hält, das ist ein Teambewerb, den Call würde keiner verstehen, sollte ich hinten liegen. Das ist ein Teambewerb, ich kann nicht schon wieder einen miesen Call in einem  Teambewerb machen.  Ein Teambewerb – Ich folde! Zu gleichen Zeit scheidet Riggs am Paralleltisch als 6. aus! Verdammt, das auch noch, jetzt muss ich auf Sieg spielen. 2 Hände später openshove ich vom Button A7s mit ~10k, der Mair im BB überlegt schon wieder – Autsch und diesmal bin ich wohl nicht vorne, er covert mich jedenfalls. Nach 2 Minuten überlegen höre ich ein Call und er deckt AK auf – WTF? AK? Also ich dachte eher an KQ, AT oder ein noch schwächeres As bei der Dauer – Zia dealt einen K am Flop und ich verlasse ebenfalls als 6. den Tisch! Danke Zia! Mir reichts – Landesliga spiel ich nicht mehr …

… zumindest heute nicht mehr, ich setze mich zu den ausgeschiedenen Kollegen und gib mir die Zusammenfassung von Wolfsburgs 5-1 Kantersieg gegen die Bayern im Sportcafe. Dazu noch einen Grillteller (zu Empfehlen!) und Schokopalatschinken bevor ich den Weg nach hause antrete …

… Landesliga … ich weiss nicht so recht, vermutlich braucht man mehr Erfolgserlebnisse um hier zufrieden zu resümiern, aber der nächste Samstag kommt bestimmt …

… aber sollte ich nicht besser die Zeit für 288$/h in Online Blackjack Bonus Horing investieren, dann wäre ich schon wieder um 2k$ reicher anstatt für zweifelhaften Ruhm in der Landesliga zu spielen …

… mal schauen, der nächste verdammte Samstag kommt bestimmt …

Achja, ein paar Auflösungen bin ich noch schuldig:

1. Der Herr Oberhollenzer hielt A5, repusht also mit Gutshot und Overcards, ich habs ja immer schon gewusst!

2. Die Blackjacktheorie ist korrekt, das Problem ist dass bei den meisten Online Casinos Boni nicht mit Blackjack gecleart werden dürfen oder die Einsätze bei Blackjack nur zu einem sehr geringen Prozentsatz (2-10%) zum Wager beitragen!

3. Wir belegten den glorreichen 7. Rang punktegleich mit dem zweiten Dynamites-Team welches Dank bessere Vorrunde auf Rang 6 gewertet wurde!

PushAny2 Experience & Report , , , ,

HU-Challenge on Everest

10. April 2009

moin moin

wie ihr an der headline erkennen könnt, werde ich versuchen auf EverestPoker die HU-SnGs zu beaten.

die challenge wird wie folgt aussehen: ich habe meine BR auf 100$ fest gelegt und werde mit den 2,5 + 0,25 SnGs beginnen. es wird durchgehend ge4-tablet.  limit-abstieg wird es rakebedingt nicht geben. limit-aufstieg bei 50 Buy-Ins.

Mein Ziel: so weit wie möglich nach oben zukommen… entweder gelingts.. oder nicht dann hab ich halt 100$ verballert =)

updates werde ich so 1x die woche oder alle 150 SnGs bringen…

Greez SkY

Da_SkY Experience & Report , ,

Bankrollmanagement & Swings

9. April 2009

Nachdem ich mich nun etwas genauer mit dem Bankrollmanagement befasst habe, schadet es sicher keinem wenn ich mein Wissen hier zusammenfasse.
Oft findet man nur irgendwelche Richtlinien mit welcher Bankroll es empfehlenswert ist auf den diversen Limits oder BuyIns zu spielen – ich gebe hier eine Zusammenfassung und anschliessend noch eine Richtlinie zur Kalkulation einer individuellen Bankroll – ich denke dies ist ein nützlicherer Ansatz, sodass jeder seine Bankroll nach eigenem Ermessen vernünftig gestalten kann.

Richtlinien zum Bankrollmanagement:
Fixed Limit (Full Ring): 300 Big Bets
Fixed Limit (Shorthanded): 600 Big Bets
No Limit (Shortstackstrategie, Full Ring): 150 Big Blinds
No Limit (Bigstackstrategie, Full Ring, Shorthanded): 2500 Big Blinds (= 25 Stacks)
SNG: 50 BuyIns (auf höheren Limits 100BuyIns)

Limitaufstieg: frühestens, wenn man die Bankroll für das höhere Limit erreicht hat
Limitabstieg: spätestens, wenn man die Bankroll für das niedrigere Limit unterschritten hat

Kalkulation der individuellen Bankroll und der Swings:
Hierfür ist es notwendig abzuschätzen mit welchem durchschnittlichen Gewinn man auf einem Limit kalkuliert – um eine Winrate jedoch genau abschätzen zu können sind allerdings 50000 Hände Cashgame oder 2000+ SNGs notwendig (je weniger Hände/SNGs desto ungenauer). Nichtsdestotrotz können sich einige Dinge ableiten lassen:

Beispiel zu Limit-Cashgame:
FL (0.5/1) Fullring – 4 Tabling – 250 Hände je Stunde
Wir gehen davon aus, dass wir das Limit mit einer sehr moderaten Winrate von etwa 2 Big Bets / 100 Hände schlagen (2$ Gewinn je 100 Hände).
Wir nehmen weiter an, dass unsere Sessions jeweils 2 Stunden dauern. Die Einteilung ist willkürlich (man kann auch in Hände einteilen womit die Sessionlängen egal sind).
Ab und zu haben wir eine sehr schlechte Session und verlieren 3 unserer 4 Stacks, also 75$.
D.h. im Schnitt gewinnen wir in einer 2 stündigen Session (500 Hände) 10$, wenn es schlecht läuft, verlieren wir aber in einer Session bis zu 75$.

Während der durchschnittliche Gewinn linear mit der Winrate und der Stundenzahl zunimmt, verhalten sich Schwankungen proportional der Quadratwurzel der Stundenanzahl! (Anm. Statistik, Kalkulation von Varianz und Standardabweichung).

Nun zurück zu unserem Beispiel:
1 Session: durchschn. Gewinn 10$, max. Verlust: 75$ -> worst Case: -65$
9 Sessions: durchschn. Gewinn: 90$, max.Verlust: 225$ -> worst Case: -135$
16 Sessions: durchschn. Gewinn: 160$, max. Verlust: 300$ -> worst Case: -140$
25 Sessions: durchschn. Gewinn: 250$, max. Verlust: 375$ -> worst Case: -125$
36 Sessions: durchschn. Gewinn: 360$, max. Verlust: 450$ -> worst Case: -90$
64 Session: durchschn. Gewinn: 640$, max. Verlust: 600$ -> worst Case: +40$

-> nach etwa 60 Sessions (120 Stunden 4 Tabling) sind wir im Worst Case Breakeven!!!

Ergo: unter den getroffenen Annahmen der eigentlich sehr geringen Winrate von 2PTBB/100 für dieses Limit und doch relativ massiven Downs (Verlieren von 3 Stacks in einer Session) dauert ein Swing maximal 60 Sessions oder 30000 Hände (!!!), diesen sollte man mit einem entsprechendem Bankrollmanagement abfangen können – absolutes Minimum sind die 150$ Swing + 4 BuyIns a 25$ = 250$, weitere 2 BuyIns (50$) Reserve entsprechen in etwa der 300BB Regel – erzielt man im Schnitt höhere Winrates reicht eine kleinere Bankroll, hat man eine höhere Varianz, wie etwa bei Shorthanded, so ist eine grössere Bankroll erforderlich.

Beispiel zu NL-Cashgame:
NL50, 4 Tabling, 200 Hände je Stunde (eigentlich sehr moderat), Shorthanded! 2 Stunden Sessions!
Moderate Winrate von 5 BB/100, als 2.5$ auf 100.  Sehr hohe Volatilität des Gewinns: Totalverlust oder mehr, wir rechnen mit dem Verlust von 4 Stacks je Session (das ist sehr viel, normalerweise sollte man aufhören, wenn man maximal 3 Stacks verloren hat, aber da man ja eventuell an anderen Tischen auch im Minus ist rechnen wir mal mit dem Totalverlust)
-> durchschnittlicher Gewinn je Session: 10$ Gewinn, max. Verlust 200$

1 Session: durchschn. Gewinn 10$, max. Verlust: 200$ -> worst Case: -190$
9 Sessions: durchschn. Gewinn: 90$, max.Verlust: 600$ -> worst Case: -510$
16 Sessions: durchschn. Gewinn: 160$, max. Verlust: 800$ -> worst Case: -640$
25 Sessions: durchschn. Gewinn: 250$, max. Verlust: 1000$ -> worst Case: -750$
36 Sessions: durchschn. Gewinn: 360$, max. Verlust: 1200$ -> worst Case: -940$
64 Sessions: durchschn. Gewinn: 640$, max. Verlust: 1600$ -> worst Case: – 960$
100 Sessions: durchschn. Gewinn: 1000$, max. Verlust: 2000$ -> worst case: – 1000$
225 Sessions: durchschn. Gewinn: 2250$, max. Verlust: 3000$ -> worst case: – 750$
400 Sessions: durchschn. Gewinn: 4000$, max. Verlust: 4000$ -> worst case: -0$ – BREAK EVEN

Schlussfolgerung: bei sehr swingigen Cashgame-Spielen (Shorthanded, Omaha) kann es sehr lange dauern bis man Breakeven ist (in diesem Beispiel 800 Stunden oder 160k Hände bei 4 Tabling / Bankroll Minimum 1000 + 4 BuyIns + Reserve -> 1500$+)
-> man benötigt dafür entweder eine höhere Winrate oder muss die Höhe des Maximalverlusts je Session in Grenzen halten. Wichtiger ist klarerweise den Maximalverlust klein zu halten,  da dieser den grösseren Einfluss hat, die Winrate aber nur linear eingeht, siehe vergleichsweise:

5 Stacks Verlust je Sessions würde bei gleicher Winrate einen Worstcase Breakevenpunkt von 625 Sessions / 1300h / 260k Hände / Bankroll von ~ 2k5 notwendig während 2 Stacks Verlust je Session bei gleicher Winrate einen Worstcase Breakevenpunkt von 100 Sessions / 200h / 40k Hände (eine  Bankroll von 1k ist sicher ausreichend da Gewinnvolatilität absolut <= 250$).

Ergänzende Gedanken zum Bankrollmanagement: Stop-Loss Strategie
adaptiert aus dem Devisen- und Wertpapierhandel

Ziel ist es an einem Tisch einen definierten maximalen Verlust nicht zu überschreiten. Gleiches gilt für eine Session. Wenn man schon Gewinn gemacht hat, so zieht man den Stop nach.

Mike Caro hat natürlich recht, wenn er meint man soll nicht künstlich lange Gewinnphasen generieren. Verlustsessions gehören genauso zum Leben eines Pokerspielers wie die gewünschten, in denen man vorne liegt und es gilt natürlich das oft gehörte Sprichwort: “It is one big session!” Allerdings kann eine solche Strategie dem Tilten vorbeugen, nicht nur aber insbesondere bei unerfahrenen Spielern.

Beispiel:
Ihr spielt einen Tisch und setzt eure Stop-Loss Schwelle auf 2 BuyIns. D.h. in dem einen Fall hört ihr auf falls ihr 2 BuyIns down seit. Falls ihr vorher 3 BuyIns gewinnt, so zieht ihr eure Stop-Loss Schwelle auf +1BuyIn nach, sodass ihr die Session trotzdem im Plus beendet.
Man setzt sich in der Regel Schwellen für einzelne Tische (können manchmal nicht profitabel sein) und auch für Sessions.

Stop -Loss Faustregeln:

NL/PL Holdem CG: 3 BuyIns je Tisch, 5 BuyIns je Session
FL Holdem CG: 50 Big Bets je Tisch oder 100 Big Bets je Session
SNGs: 8 SNGs OOM

PushAny2 Talking Strategy , , , , , ,