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Artikel Tagged ‘PushAny2’

RtLV&WSOP2010 – Update Juni

12. Juli 2009

Der Juni fing diesmal sehr durchwachsen an – die Challenge betreffend sehr negativ, da ich nach den ersten beiden Sessions 7 Stacks verlor und trotz des 500$ Bonus hinten lag. Hingegen passierte im Live-Poker noch das  Unmögliche. Mein “6inVegas” Team gewann die Everest Promotion in Saalbach Hinterglemm wodurch der Traum von Las Vegas und der WSOP 2009 auch noch im Juni Wirklichkeit werden sollte.  Schönen Gruss an dieser Stelle in die Schweiz – ich hoffe ihr kommt uns bald mal besuchen!

Aber zurück zur Challenge – zum einen die fehlende Zeit aufgrund des Las Vegas Urlaubs und zum anderen die Umstellung von Ongame auf die neue Engine, welche das Mutlitablen unmöglich machte, waren nicht gerade gute Vorzeichen. 150MB RAM-Bedarf je Tisch packt mein alter Rechner nun mal nicht ganz und mehr als 6 Tische waren somit unspielbar. Das Bonus Abspielen erfordert somit erheblich mehr Zeitaufwand, den ich aber nicht aufbringen konnte. Alles in allem eine sehr unzufriedene Situation. Dies veranlasste mich etwas zwischen verschiedenen Plattformen und Spielformen zu switchen und letztendlich reichte es im Juni trotz der widrigen Umstände doch noch zu einem brauchbaren, wenngleich aber nicht berauschenden, Ergebnis.

Die Zahlen

11571 Hände, +324.44$ und 736$ Bonus -> Summe: +1060$

Somit insgesamt ab Mai: +3130$ (also aktuell 530$ vor Plansoll)

Der fast fertig abgespielte 500$ Bonus aus dem Mai hat mir allerdings sehr geholfen dass die Bilanz trotz allem relativ gut aussieht. Wie es nun im Juli weitergeht ist fraglich, da ich nahezu keine Boni clearen werden, da auf den Alternativplattformen nicht vorhanden. Bleibt zu hoffen, dass Ongame an den performancefressenden Animationen und dem Online Tracking was ändert.

june

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RtLV&WSOP2010 – Update Mai

1. Juni 2009

Das erste Monat der Challenge ist vorbei und es lief wider Erwarten gut, nein eigentlich sogar sensationell gut. Nach dem April-Downswing war auf keinen Fall zu erwarten, dass das Mai-Ergebnis den Vorgaben entsprechen würden, aber letztendlich konnten diese sogar übertroffen werden.

Das Plansoll

Kurz zur Erinnerung, wie in der Beschreibung der Challenge erörtert ist der benötigte Gewinn je Monat etwa 1.3k$, wobei dies bei etwa 20k Händen und laufenden Boni etwa eine Winrate von 3.1BB/100 erfordern würde.

Mai Resultat

Aufgrund der Feiertagsvielfalt im Mai konnte ich sogar knappe 30k Hände spielen. Der geclearte und ausgezahlte Bonus betrug etwa 695$, wobei ein weiterer 500$ Bonus fast abgespielt ist, dieser aber letztendlich erst im Juni ausbezahlt werden wird. Hier nun der Graph der Winnings:

mai09

Die Nettowinnings des Monats Mai betrag sagenhafte 1475$, was einer Winrate von knapp über 5BB/100 entspricht. Gemeinsam mit dem Bonus liege ich nach einem Monat schon knappe 900$ vor der Vorgabe. Woran dieses gute Ergebnis wirklich liegt, kann ich noch nicht wirklich beurteilen. Auf jeden Fall habe ich durch das 15 Tabling mein Spiel stark modifiziert.  Ich spiele nun etwa 18% der Hände, raise aber lediglich 4% – die Spielanlage ist nun mehr “rockig” und nicht mehr position-semiloose-aggressive.  Da ich durch das masstabeln den einzelnen Tischen nicht mehr soviel Aufmerksamkeit schenken kann, dürfte dies ein vernünftiger Ansatz sein, der zumindest bisher durch das Resultat bestätigt wird.

Details:

29014 Hände, VPIP 18.02, PFR 4.32, ATS 10.38, AF 1.6, Winrate: 5.15 BB/100

AA (127x, +569$) war nur das 3. beste Paar hinter QQ (121x, +765$) und KK (125x, +738$), erfolgreichste Hand war sogar AK0 (+907$)!!! Die schlechtesten Hände dieses Monat waren AQo (-170$) und 99 (-312$).

Summary

Mit dem Start der Challenge bin ich mehr als zufrieden. Die nächsten beiden Monate werden auch Aufschluss darüber geben ob der gute Monat Mai nur einem Up zu verdanken ist oder ob die gewählte Strategie für NL100 Massgrinding die richtige ist und das Limit so nachhaltig geschlagen werden kann.

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RtLV&WSOP2010-Challenge Started!

2. Mai 2009

Die Challenge ist gestartet.

Nach dem April Downswing bin ich aktuell nicht mehr sicher ob das Ziel realisierbar ist. Trotz erspielten 610$ an Boni steht ein Minus von etwas über 270$ zu Buche und das bei über 23k Händen im April. Bezeichnend für den Downswing sind die Könige, die ich 102x bekam und mit denen ich trotzdem 360$ hinten liege (bei 75% Win).

Bleibt zu hoffen, dass der Downswing mit dem Beginn der Challenge endet und die Premiums wieder ordentlich Profit abwerfen, wie sich das gehört. Sollte das Down anhalten könnte die Challenge schon im Juli wegen Erfolglosigkeit beendet sein, also haltet mir die Daumen.

Nächstes Update gibt es im Juni mit ordentlichen Stats und hoffentlich einigen netten Händen!

Lg, PA2

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An jedem verdammten Samstag …

10. April 2009

… der Wecker läutet, und das an einem Samstag – dem türkisen Krachmacher reicht es anscheinend nicht, mich wochentags zu quälen. Was war denn heute schon wieder – achja – Landesliga, erstmals, der WPSV vor seiner ersten Veranstaltung – ein Crapshotnachmittag vom Feinsten steht vor der Tür…

… Kopfschmerzen und Durst, da war doch etwas – achja – lange Diskussionen über die perfekte Strategie für Online Blackjack Bonus Horing und eine Menge selbstgebrannter Schnaps aus dem hause Haberfehlner – jedenfalls geh ich mit dem Gefühl bald reich zu sein in die Küche um mir Thomapyrin Nummer 1 einzuwerfen, auf dem Weg dorthin noch schnell den Rechner angeworfen und – verdammt die Thomapyrin sind aus,  schon wieder …

… Durst löschen, Duschen, ein fleischiges Frühstück …

… es ist 11:30 und ich muss mit Bedauern feststellen, dass sich die Mannschaftskollegen schon ohne mich zum Mittagessen verabredet haben. Mir will nach wie vor nicht in den Kopf wie diese Blackjack-Casinos bei diesen Boni +EV sein können. Da ist es doch kinderleicht in einer Woche 10k$ abzustauben, nunja, vielleicht bin ich doch noch nicht ganz auf der Höhe und ich übersehe etwas …

… ich parke mein Auto kurz nach 12h in Montesinonähe. Zwei vom Pokerclubshowdown parken auch gerade ein, allerdings im Halteverbot – ah doch nicht – sie parken wieder aus. Wer sitzt denn da vorne? Scheint der ehemalige Hattrick-Spieler mit dem Hund namens Feanor zu sein und der Papa Schlumpf mit einem Kebab – Mahlzeit sag ich und marschiere Richtung Pokerlounge …

… tote Hose im Montesino, gerade mal die beiden Präsi des WPSV anwesend – also schau ich mal zum Cashgamebereich – nur 1 Tisch, also zu so einer mageren Zeit war ich auch noch nicht hier, allerdings ein netter wenn auch fürs Montesino atypischer Tisch – nur 2 Shortstacks, einer mit 200€ , 3 Leute mit Doubestack und 3 mit knappen 1000€ – also ein lukrativer deeper Tisch – und wie sich die alle noch um mich bemühen, schön :)   Nach fünf beobacheten Händen und einer Menge Bitten der Spieler bin ich knapp davor 200€ auszupacken und mich an die freie (und scheinbar beste Position am Tisch) zu setzen, aber da kommt grad Vienna Calling anmarschiert. Nochmal davongekommen – ein Kaffee in der Sportbar und ein bisserl Smalltalk steht auf dem Programm. Nebenbei komme ich nach wie vor nicht drauf wo der Haken beim Blackjack liegt…

… es ist knapp vor 13h und die Teamkameraden kommen anmarschiert – der Beef schaut aus – so kann man sich doch ned unter Leut trauen – hat der schon wieder zugenommen? Egal, bin ich wenigstens nicht der einzige! Oh, wer kommt denn da breiten Schrittes daher – schaut aus wie der Larry, scheint aber noch nicht ganz er selbst zu sein, der steht ja ordentlich neben sich  – anscheinend bin ich doch nicht der mit dem höchsten Spiegel bei der gleich startenden Runde …

… Vorrunden SNG, 3000 Chips, 15(!) Minuten Blindlevel, wir starten mit 25-50, 60BB Crapper der Extraklasse – 3. Hand flopped Straight vs. gerivertes Full House und noch einer der meinte bis zum River mitspielen zu muessen (vermutlich der mögliche Flushdraw, nun ja -  Odds gut und schön am Flop, aber am Turn muss der doch weghauen). Die Sarah tripled also beinahe auf und Members77 sitzt mit 150 an Reststack da. Nunja, kurz später trotzdem ein Quadrupel Up, was mich auch ein paar Chips kostet. Die Karten wollen heute aber gar nicht, 2 Limpcalls Preflop das war Level 1 – naja nicht ganz – bei einem 400% Instantbonus bekommt man für 500$ genau 2000$ Bonus dazu, hält also bei einer BR von 2500$, welche man im Normalfall 16x einsetzen muss um den Bonus zu clearen, ergo Wager 40.000$, bei 20$ Einsatz je Hand heisst dies – hey, blindraise ist anonnciert, ich halte Q8s in Hearts in MP2 und Raise die letzte Hand im ersten Level  auf 150 – hab mich bisher eh zurückgehalten – Instacall von Marcel hinter mir bevor der BB auf 350 reraist – verdammt hätt ich mir das doch gespart – Call – Call und wir sehen einen Flop KQ8 mit 2 Clubs. Nice Flop, der Preflop Aggressor bettet 400 und ich Reraise stolz auf 1200 (bei 900 behind). Schon höre ich hinter mir das All-In und ich frage mich nochmal wieso ich diese Hand gespielt habe. Kein Queens und keine Kings, 88 wäre bitter weil ich ja selbst auch eine halte und als einzige Hand, die ich fürchten muss bleibt KQ – aber, der Push kam sofort ohne zu überlegen wieviel Chips ich noch behind habe – doch nur ein Flushdraw, vermutlich Nutflushdraw oder ev. sogar mit extra Gutshot? Irgendwie komm ich  aus dieser Hand eh nicht mehr raus, ausserdem bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher eher gegen einen Draw als gegen das einzig bessere Twopair zu spielen. Ich calle und PCS deckt QJs in Clubs auf? Nicht mal Nutflushdraw, dafür auch jeder J und K als Out – mit denen Villain aber nicht unbedingt hat rechnen können, ich reraise doch nicht den Preflopaggressor mit Toppair allein. Nach einer Club am Turn und nicht mal dem 4. Lied kann ich meinen iPod schon wieder abdrehen und verlasse ohne lucky River als erster den Tisch …

… ungewohnt ist dieses Zuschauen, so früh scheide ich selten aus, vor allem nicht in Teambewerben. Nachdem ich mein Leid allen Bekannten geklagt habe – eigentlich eine komische Angewohnheit der Pokerspieler, aber ich kenne wenige (oder überhaupt keinen) die nie klagen – gönne ich mir eine Frittatensuppe. Wenigstens schlagen sich Riggs und Beef besser und wir sind im Mittelfeld und starten mit 5100 Chips ins 18er MTT. Die Vereinskollegen rund um Rauschkugel Liwa gehen als Chipleader ins Turnier.

… was für ein netter Tisch (Oberluggi, Nahlik, Wohlers, Ossi, Julie, Marcel, 72raise, ich, Members77) – Sorgen bereitet mir der Südtiroler der zwei Plätze hinter mir sitzt, aber sonst schaut der Tisch ja spielbar aus. 3-4 Level jede Menge Action und ich sitze da und folde. Einzig den American Airline Obmann nehme ich vom Tisch, da er meint mein Stop&Go AllIn, bei dem ich Set Zehner hitte zahlen zu müssen. Nunja zu seiner Verteidigung, auf einem Flop AJT hält er AK und ist aktuell der Shortstack am Tisch, er muss callen. Ansonsten spiele ich nicht viel – ich folde und folde – so kenn ich mich gar nicht, aber das spielen macht so keinen Spass – ergo Wager 40.000$, bei 20$ Einsatz je Hand heisst dies dass man lediglich 2000 Hände spielen muss. Hält man sich an das BlackJack-Chart so ist je nach Variante die Gewinnwahrscheinlichkeit zwischen 49.2% und 49.5% , für alle 20$ die ich setze habe ich ein Expected Value von 19.8$ – was für 2000 Hände also 39600$ bei 40000$ bedeuten würde – Fold, Fold, Fold – also nur 400$ Verlust. Demnach würden vom Bonus 1600$ übrigbleiben bis man auscashen darf, jedenfalls ein netter Gewinn und bei etwa 300 Händen je Stunde ein Stundenlohn von 288$ – Mittlerweile haben Nahlik, Wohlers, und der Oskar den Tisch verlassen. Der Larry ist auch schon draussen am Paralleltisch – doch etwas zuviel Alkohol – ich kann auch nicht ruhig sitzen und vor allem nicht ruhig spielen wenn da noch die Promille rumschwirren, aber heute gehts mir einigermassen gut. Tischanalyse: Oberhollenzer (EPCV) wie immer – Positionplay/Reads; Julie – viele Chips durch Monster; Marcel – Berg- und Talfahrt, aber nichts aufregendes, etwas zu aggressiv mit marginalen Händen; 72Raise – runtergeblindet vom Chiplead auf 3BB; Members77 – tight bis zum geht nicht mehr aber der musste eh gerade den Tisch wechseln. Mittlerweile is Beef als 9. ausgeschieden, irgendein Airline hat angeblich gerade den Lauf seines Lebens. Auch der Riggs spielt schon Final Table, wir sind allerdings immer noch zu 11.  Mittlerweile nutze ich mein Image aus und baue meine Stack auf etwa 13k aus, egal ob ich 45o, 97s oder AA raise, niemand will mit mir spielen.  Letztendlich verliert eine zukünftige Dynamite eines ihrer Monster und wir kommen kurz danach an den Finaltisch…

… Final Table – Berger (High Stakes) short, Biligi (PCS) etwa wie ich, ich, Dodo (PCS) Chipleader mit knappen 20k, 72raise (4BB), Mair (BMH) 7k, Member77 (7k), Andi O. (EPCV) 10k. Nur acht Leute – anscheinend hat sich ein Spieler parallel zu Julie auch am Nebentisch verabschiedet.  Kurze Analyse – ich spielte mit 4 Spielern am Tisch, die mich als tight einstufen würden, hinter mir ein Spieler, der gegen mich nur dann spielt wenn er tatsächlich sehr stark ist, selbst als Chipleader. Der Dealer gibt die Karten, ich lege einen höheren Gang ein und zolle dem Tisch ein wenig Respekt indem ich mich hinter Sonnenbrille und Kapuzze verstecke (erstmals heute) – möglicherweise will ich auch nur cool wirken, ich kann mich aber zu dem Zeitpunkt nicht für eines der beiden entscheiden :D – dazu läuft Billy Talent – ich bin bereit …

… der Vienna Calling Online Semipro an Beefs Ex-Tisch ist auch schon weg, ohne Zwilling spielt es sich anscheinend doch nicht so easy …

… keine 5 Minuten vergehen und der Tisch ist High Stakes frei, nun passiert das Schlimmste – Dealerwechsel – der Zia, auweh, das ist noch nie gut gegangen. Dynamites Pech haftet an seinen Fingern, nicht so schlimm wie beim Agry, aber schlimm genug. Ich spiele ein paar Hände in Position und kann meinen Stack auf etwas über 15k ausbauen ohne viel zu riskieren. Wir haben Blinds von 400-800 und Ante 100 als sich folgende Hand zuträgt. Der BMH-Mair raist auf 2k aus UTG, ich sitze am Button und halte AKo. Ich lasse den Reststack  des Openraisers  zählen, der Zia soll schliesslich was arbeiten für sein Geld, es sind 5k5. Wenn ich shove bekommt er falls er dominiert ist Pot Odds von 5.5:11.4 – also etwa 1:2. Ein dominierter Call ist -EV und ich gebe mir doch FE für den Fall dass er ein schwächeres As hält (zumindest ab AT und darunter, AJ und AQ sind vermutlich zu gut um zu folden, allerdings wäre da wohl ein Openshove vernünftiger gewesen) oder zumindest einen Flip (KK und AA wird er wohl nicht gerade halten). Ich shove und die Blinds folden. Ich bekomme nach 2 Minuten überlegen den Call von A9o! Passt, 70-30 Fav, aber der Zia …..  es kommt wie es kommen muss, die 9 als erste Karte am Flop und BMH doppelt mit einem -EV-Call auf. Schade – jetzt sitz ich da mit nur mehr halben Stack und folde bis ich im BB sitze. So macht Pokern keinen Spass und ich prophezeie dem Marcel im  Small Blind ein Blindes All-In, sollte er meine Big Blind First In attackieren. Alle folden zu ihm und er completed, worauf ich ebenfalls blind shove. Er callt mit K6o und ich dopple mit T7 auf und das obwohl der Zia gedealt hat – ausgleichende Gerechtigkeit für das Aus im Vorrunden-SNG und zurück auf 14k Stack! 1 Hand später geht 72Raise mit seinem verbliebenen Big Blind aus erster Position All-in, ich complete aus dem SB und der Dodo checkt obwohl mir scheint, dass er gerne geraist hatte. Die CheckItDown Strategie bis zum River beschert mir einen netten Gewinn mit einem gehitteten 5er gegen QJ und AK. Mein Stack beträgt nun knappe 17k.

Nach einem Orbit befinde ich mich erneut im BB – bei 500/1000/100 raist der Andi am Button auf 2k5 – Standardmove, ich halte ATs und calle nur , obwohl ich einen Repush in Erwägung ziehe. Der Flop bring 443 – eine Donkbet scheint angebracht, 3k5 eine vernünftige Höhe. Es passiert der Worstcase – ein AI Reraise. Jetzt kommt doch die Analyse, die ich mir mit dem Call vorm Flop ersparen wollte: Pair, Ax oder nur irgendwelche 2 Overcards – Mist – ich frage den Andi ob er AK schlägt, er wirkt unsicher nachdem er versucht mich mit einer Gegenfrage einzulullen und ich ihm versichere dass ich AK schlage – ich werde wohl callen – ein Call den niemand verstehen wird, sollte ich hinten liegen, aber ich werde wohl callen – 3k5 Donkbet, wie mies ist denn dieser Spielzug bitte? 6k in den Pot investiert, ein AI Reraise drückt jede Overcardkombination raus, war ja fast klar, dass der Push mit Any2 kommt, PushAny2 – hätt ich mir das doch nur vor dem Flop zu Herzen genommen, Mist – ich werde wohl trotzdem callen, weil genau das der einzig sinnvolle Move des Preflopaggressors auf diesem Flop bei einer Donkbet ist, denn hätte ich ein Paar würde Andi davon ausgehen dass ich vermutlich Sandbagging betreiben würde (ausser ich würde noch eine Stufe höher denken – in dieser Hand ausgeschlossen, weil da hab ich ehrlich gesagt zu wenig nachgedacht, ausser ich hätte ev. doch ein Paar gehalten …), ich hätte mir vor der Donkbet mehr Zeit lassen sollen! Egal, ich werde wohl callen, er wirkt schwach, aber was wenn er ein besseres As hält, das ist ein Teambewerb, den Call würde keiner verstehen, sollte ich hinten liegen. Das ist ein Teambewerb, ich kann nicht schon wieder einen miesen Call in einem  Teambewerb machen.  Ein Teambewerb – Ich folde! Zu gleichen Zeit scheidet Riggs am Paralleltisch als 6. aus! Verdammt, das auch noch, jetzt muss ich auf Sieg spielen. 2 Hände später openshove ich vom Button A7s mit ~10k, der Mair im BB überlegt schon wieder – Autsch und diesmal bin ich wohl nicht vorne, er covert mich jedenfalls. Nach 2 Minuten überlegen höre ich ein Call und er deckt AK auf – WTF? AK? Also ich dachte eher an KQ, AT oder ein noch schwächeres As bei der Dauer – Zia dealt einen K am Flop und ich verlasse ebenfalls als 6. den Tisch! Danke Zia! Mir reichts – Landesliga spiel ich nicht mehr …

… zumindest heute nicht mehr, ich setze mich zu den ausgeschiedenen Kollegen und gib mir die Zusammenfassung von Wolfsburgs 5-1 Kantersieg gegen die Bayern im Sportcafe. Dazu noch einen Grillteller (zu Empfehlen!) und Schokopalatschinken bevor ich den Weg nach hause antrete …

… Landesliga … ich weiss nicht so recht, vermutlich braucht man mehr Erfolgserlebnisse um hier zufrieden zu resümiern, aber der nächste Samstag kommt bestimmt …

… aber sollte ich nicht besser die Zeit für 288$/h in Online Blackjack Bonus Horing investieren, dann wäre ich schon wieder um 2k$ reicher anstatt für zweifelhaften Ruhm in der Landesliga zu spielen …

… mal schauen, der nächste verdammte Samstag kommt bestimmt …

Achja, ein paar Auflösungen bin ich noch schuldig:

1. Der Herr Oberhollenzer hielt A5, repusht also mit Gutshot und Overcards, ich habs ja immer schon gewusst!

2. Die Blackjacktheorie ist korrekt, das Problem ist dass bei den meisten Online Casinos Boni nicht mit Blackjack gecleart werden dürfen oder die Einsätze bei Blackjack nur zu einem sehr geringen Prozentsatz (2-10%) zum Wager beitragen!

3. Wir belegten den glorreichen 7. Rang punktegleich mit dem zweiten Dynamites-Team welches Dank bessere Vorrunde auf Rang 6 gewertet wurde!

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Bankrollmanagement & Swings

9. April 2009

Nachdem ich mich nun etwas genauer mit dem Bankrollmanagement befasst habe, schadet es sicher keinem wenn ich mein Wissen hier zusammenfasse.
Oft findet man nur irgendwelche Richtlinien mit welcher Bankroll es empfehlenswert ist auf den diversen Limits oder BuyIns zu spielen – ich gebe hier eine Zusammenfassung und anschliessend noch eine Richtlinie zur Kalkulation einer individuellen Bankroll – ich denke dies ist ein nützlicherer Ansatz, sodass jeder seine Bankroll nach eigenem Ermessen vernünftig gestalten kann.

Richtlinien zum Bankrollmanagement:
Fixed Limit (Full Ring): 300 Big Bets
Fixed Limit (Shorthanded): 600 Big Bets
No Limit (Shortstackstrategie, Full Ring): 150 Big Blinds
No Limit (Bigstackstrategie, Full Ring, Shorthanded): 2500 Big Blinds (= 25 Stacks)
SNG: 50 BuyIns (auf höheren Limits 100BuyIns)

Limitaufstieg: frühestens, wenn man die Bankroll für das höhere Limit erreicht hat
Limitabstieg: spätestens, wenn man die Bankroll für das niedrigere Limit unterschritten hat

Kalkulation der individuellen Bankroll und der Swings:
Hierfür ist es notwendig abzuschätzen mit welchem durchschnittlichen Gewinn man auf einem Limit kalkuliert – um eine Winrate jedoch genau abschätzen zu können sind allerdings 50000 Hände Cashgame oder 2000+ SNGs notwendig (je weniger Hände/SNGs desto ungenauer). Nichtsdestotrotz können sich einige Dinge ableiten lassen:

Beispiel zu Limit-Cashgame:
FL (0.5/1) Fullring – 4 Tabling – 250 Hände je Stunde
Wir gehen davon aus, dass wir das Limit mit einer sehr moderaten Winrate von etwa 2 Big Bets / 100 Hände schlagen (2$ Gewinn je 100 Hände).
Wir nehmen weiter an, dass unsere Sessions jeweils 2 Stunden dauern. Die Einteilung ist willkürlich (man kann auch in Hände einteilen womit die Sessionlängen egal sind).
Ab und zu haben wir eine sehr schlechte Session und verlieren 3 unserer 4 Stacks, also 75$.
D.h. im Schnitt gewinnen wir in einer 2 stündigen Session (500 Hände) 10$, wenn es schlecht läuft, verlieren wir aber in einer Session bis zu 75$.

Während der durchschnittliche Gewinn linear mit der Winrate und der Stundenzahl zunimmt, verhalten sich Schwankungen proportional der Quadratwurzel der Stundenanzahl! (Anm. Statistik, Kalkulation von Varianz und Standardabweichung).

Nun zurück zu unserem Beispiel:
1 Session: durchschn. Gewinn 10$, max. Verlust: 75$ -> worst Case: -65$
9 Sessions: durchschn. Gewinn: 90$, max.Verlust: 225$ -> worst Case: -135$
16 Sessions: durchschn. Gewinn: 160$, max. Verlust: 300$ -> worst Case: -140$
25 Sessions: durchschn. Gewinn: 250$, max. Verlust: 375$ -> worst Case: -125$
36 Sessions: durchschn. Gewinn: 360$, max. Verlust: 450$ -> worst Case: -90$
64 Session: durchschn. Gewinn: 640$, max. Verlust: 600$ -> worst Case: +40$

-> nach etwa 60 Sessions (120 Stunden 4 Tabling) sind wir im Worst Case Breakeven!!!

Ergo: unter den getroffenen Annahmen der eigentlich sehr geringen Winrate von 2PTBB/100 für dieses Limit und doch relativ massiven Downs (Verlieren von 3 Stacks in einer Session) dauert ein Swing maximal 60 Sessions oder 30000 Hände (!!!), diesen sollte man mit einem entsprechendem Bankrollmanagement abfangen können – absolutes Minimum sind die 150$ Swing + 4 BuyIns a 25$ = 250$, weitere 2 BuyIns (50$) Reserve entsprechen in etwa der 300BB Regel – erzielt man im Schnitt höhere Winrates reicht eine kleinere Bankroll, hat man eine höhere Varianz, wie etwa bei Shorthanded, so ist eine grössere Bankroll erforderlich.

Beispiel zu NL-Cashgame:
NL50, 4 Tabling, 200 Hände je Stunde (eigentlich sehr moderat), Shorthanded! 2 Stunden Sessions!
Moderate Winrate von 5 BB/100, als 2.5$ auf 100.  Sehr hohe Volatilität des Gewinns: Totalverlust oder mehr, wir rechnen mit dem Verlust von 4 Stacks je Session (das ist sehr viel, normalerweise sollte man aufhören, wenn man maximal 3 Stacks verloren hat, aber da man ja eventuell an anderen Tischen auch im Minus ist rechnen wir mal mit dem Totalverlust)
-> durchschnittlicher Gewinn je Session: 10$ Gewinn, max. Verlust 200$

1 Session: durchschn. Gewinn 10$, max. Verlust: 200$ -> worst Case: -190$
9 Sessions: durchschn. Gewinn: 90$, max.Verlust: 600$ -> worst Case: -510$
16 Sessions: durchschn. Gewinn: 160$, max. Verlust: 800$ -> worst Case: -640$
25 Sessions: durchschn. Gewinn: 250$, max. Verlust: 1000$ -> worst Case: -750$
36 Sessions: durchschn. Gewinn: 360$, max. Verlust: 1200$ -> worst Case: -940$
64 Sessions: durchschn. Gewinn: 640$, max. Verlust: 1600$ -> worst Case: – 960$
100 Sessions: durchschn. Gewinn: 1000$, max. Verlust: 2000$ -> worst case: – 1000$
225 Sessions: durchschn. Gewinn: 2250$, max. Verlust: 3000$ -> worst case: – 750$
400 Sessions: durchschn. Gewinn: 4000$, max. Verlust: 4000$ -> worst case: -0$ – BREAK EVEN

Schlussfolgerung: bei sehr swingigen Cashgame-Spielen (Shorthanded, Omaha) kann es sehr lange dauern bis man Breakeven ist (in diesem Beispiel 800 Stunden oder 160k Hände bei 4 Tabling / Bankroll Minimum 1000 + 4 BuyIns + Reserve -> 1500$+)
-> man benötigt dafür entweder eine höhere Winrate oder muss die Höhe des Maximalverlusts je Session in Grenzen halten. Wichtiger ist klarerweise den Maximalverlust klein zu halten,  da dieser den grösseren Einfluss hat, die Winrate aber nur linear eingeht, siehe vergleichsweise:

5 Stacks Verlust je Sessions würde bei gleicher Winrate einen Worstcase Breakevenpunkt von 625 Sessions / 1300h / 260k Hände / Bankroll von ~ 2k5 notwendig während 2 Stacks Verlust je Session bei gleicher Winrate einen Worstcase Breakevenpunkt von 100 Sessions / 200h / 40k Hände (eine  Bankroll von 1k ist sicher ausreichend da Gewinnvolatilität absolut <= 250$).

Ergänzende Gedanken zum Bankrollmanagement: Stop-Loss Strategie
adaptiert aus dem Devisen- und Wertpapierhandel

Ziel ist es an einem Tisch einen definierten maximalen Verlust nicht zu überschreiten. Gleiches gilt für eine Session. Wenn man schon Gewinn gemacht hat, so zieht man den Stop nach.

Mike Caro hat natürlich recht, wenn er meint man soll nicht künstlich lange Gewinnphasen generieren. Verlustsessions gehören genauso zum Leben eines Pokerspielers wie die gewünschten, in denen man vorne liegt und es gilt natürlich das oft gehörte Sprichwort: “It is one big session!” Allerdings kann eine solche Strategie dem Tilten vorbeugen, nicht nur aber insbesondere bei unerfahrenen Spielern.

Beispiel:
Ihr spielt einen Tisch und setzt eure Stop-Loss Schwelle auf 2 BuyIns. D.h. in dem einen Fall hört ihr auf falls ihr 2 BuyIns down seit. Falls ihr vorher 3 BuyIns gewinnt, so zieht ihr eure Stop-Loss Schwelle auf +1BuyIn nach, sodass ihr die Session trotzdem im Plus beendet.
Man setzt sich in der Regel Schwellen für einzelne Tische (können manchmal nicht profitabel sein) und auch für Sessions.

Stop -Loss Faustregeln:

NL/PL Holdem CG: 3 BuyIns je Tisch, 5 BuyIns je Session
FL Holdem CG: 50 Big Bets je Tisch oder 100 Big Bets je Session
SNGs: 8 SNGs OOM

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